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Wie bereitest du Mate-Tee zu?

Veröffentlicht am: 10.01.2026
Trinkgefäß aus Kürbis mit grünem Mate und metallenem Trinkhalm neben einem Wasserkessel

Mate wird in Südamerika aus einem kleinen Gefäß mit Trinkhalm getrunken und immer wieder aufgegossen. Hier liest du, was Mate ist, wie die Zubereitung nach dem argentinischen Mate-Institut abläuft, wie du ihn in der Tasse oder kalt trinkst und was Behörden zu Koffein und heißen Getränken sagen.

Die Bilder in diesem Beitrag wurden mit KI erstellt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Mate sind die getrockneten Blätter des Mate-Strauchs, Ilex paraguariensis, aus Südamerika.
  • Traditionell wird er im Gefäß mit Bombilla immer wieder mit etwa 75 bis 80 °C heißem Wasser aufgegossen.
  • Die Blätter enthalten 0,5 bis 2,5 % Koffein.
  • Sehr heiße Getränke über 65 °C stuft die Krebsforschungsagentur IARC als wahrscheinlich krebserregend ein.

Was Mate ist

Nach dem argentinischen Lebensmittelrecht ist Yerba Mate das getrocknete, leicht geröstete und zerkleinerte Blatt von Ilex paraguariensis, mit oder ohne Stückchen von Zweigen und Stielen (Código Alimentario Argentino). Der Strauch stammt aus Argentinien, Paraguay, Uruguay und dem Süden Brasiliens (EMA). Angebaut wird er vor allem in Brasilien und Argentinien (Ernährungs Umschau). Uruguay trinkt viel Mate, importiert ihn aber fast vollständig (Parlament Uruguay).

Grob geschnittene, getrocknete Mate-Blätter mit Stängelstücken in einer Keramikschale
KI-generiertes Bild

Die Blätter werden kurz über offenem Feuer erhitzt, dann in Rauch oder Heißluft getrocknet und oft monatelang gelagert (IARC). Aus 3 kg grünen Blättern entsteht 1 kg Mate (INYM).

So bereitest du Mate traditionell zu

Das argentinische Mate-Institut INYM beschreibt die Zubereitung so (INYM):

  1. Füll das Gefäß zu drei Vierteln mit Mate, halt es zu, schüttel es kurz und stell es schräg.
  2. Gieß lauwarmes Wasser in die freie Mulde und steck die Bombilla in den feuchten Teil.
  3. Gieß danach immer wieder kleine Mengen Wasser mit 75 bis 80 °C neben der Bombilla nach. Der obere Teil des Mate bleibt trocken.
  4. Beweg die Bombilla nicht, damit der trockene Hang aus Mate erhalten bleibt.
Mate-Kürbis mit Metallrand und Bombilla, schräg auf einem Leinentuch liegend
KI-generiertes Bild

Die Bombilla ist Trinkhalm und Sieb zugleich (IARC). Getrunken wird in der Runde: Wer zubereitet, trinkt die ersten, bittersten Aufgüsse selbst und reicht das Gefäß ab dem dritten oder vierten weiter (INYM).

Matt glasierter Keramikbecher mit Mate und metallenem Trinkhalm
KI-generiertes Bild

Mate in Tasse oder Becher

Ohne Kürbis und Bombilla geht es wie bei Tee. Das INYM gießt einen Beutel in der Tasse mit 80 °C heißem Wasser auf und lässt ihn einige Minuten ziehen (INYM). In der Ernährungs Umschau heißt es: etwa einen Teelöffel je Tasse, heiß, aber nicht kochend, fünf bis zehn Minuten, mehrfach aufgießbar. Kürzer gezogen schmecke er sanfter.

Tereré: Mate mit kaltem Wasser

In Paraguay wird Mate kalt getrunken. Die UNESCO nahm 2020 den Tereré in ihre Liste des immateriellen Kulturerbes auf: Kaltes Wasser wird mit zerstoßenen Heilkräutern, auf Guaraní Pohã Ñana, im Krug angesetzt und im Glas über Mate gegossen, getrunken wird mit der Bombilla (UNESCO). Das INYM füllt das Glas zur Hälfte mit Mate und gibt Eis dazu (INYM).

Glas mit kaltem Mate, Eiswürfeln und Zitronenscheiben
KI-generiertes Bild

Wie viel Koffein?

Die Europäische Arzneimittel-Agentur nennt 0,5 bis 2,5 % Koffein in den Blättern, in 3 g Mate also 15 bis 75 mg (EMA). In Argentinien muss Mate mindestens 0,6 % enthalten. Im fertigen Getränk fand die IARC 270 bis 540 mg je Liter. Wer in der Runde immer wieder nachgießt, kommt laut einer Übersichtsarbeit auf über 260 mg je Portion (Gawron-Gzella und andere 2021). Das BfR hält für gesunde Erwachsene bis 400 mg Koffein am Tag für unbedenklich, für Schwangere und Stillende bis 200 mg (BfR). Gesundheitsversprechen zu Mate hat die EFSA abgelehnt (Verbraucherzentrale).

Heiß getrunken und geräuchert

2016 stufte die Krebsforschungsagentur der WHO sehr heiße Getränke über 65 °C als wahrscheinlich krebserregend ein. Grundlage waren Studien aus China, Iran, der Türkei und Südamerika, wo Mate traditionell um 70 °C heiß getrunken wird. Mate, der nicht sehr heiß getrunken wird, ließ sich nicht als krebserregend einstufen. Entscheidend scheint die Temperatur zu sein (IARC).

Beim Trocknen im Rauch entstehen polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Im deutschen Monitoring 2024 hatte Mate unter 80 teeähnlichen Proben die höchsten Gehalte (BVL). Das LGL Bayern sieht noch kein Gesundheitsrisiko, weil nur wenig davon in den Aufguss übergeht (LGL Bayern). Grüner, ungeräucherter Mate ist laut Verbraucherzentrale weniger belastet.

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Quellen